Leis
Leis, 1526 Meter über Meer, ist die höchstgelegene, ganzjährig bewohnte Siedlung der Gemeinde
Vals. In Vals wurde ursprünglich Romanisch gesprochen. Im späten Mittelalter wanderten Deutsch
sprechende Walser ein. Vermutlich fanden die Walser, die um 1300 die Terrasse von Leis rodeten
und sich dort ansiedelten, den Weg nach Leis über das benachbarte Misox. Dort, in Mesocco, gibt
es einen Dorfteil mit dem Namen Leis.
Ein rätisches Schuldenverzeichnis aus dem Jahre 1325 belegt, dass damals zwei Ammänner in Vals
amtierten: ein Johannes de Valle und ein Wilhelm Lampert de Leisa. Ein Teil der Bevölkerung sprach
damals noch rätoromanisch und wohnte mit seinem Ammann Johannes vorwiegend im Talboden
bei der Kirche am Platz. Die Leiser Kapelle aus dem frühen 17. Jahrhundert ist dem Heiligen Jakobus
dem Älteren, Patron der Reisenden und Wanderer, geweiht.
In Leis leben heute rund 20 Personen und es gibt eine Gastwirtschaft. Zwei Bauernfamilien bewirt-
schaften die Bergwiesen. Leis ist ganzjährig mit einer Fahrstrasse erschlossen.